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GENTLE KNIFE: CLOCK UNWOUND 


VÖ: 15.06.2017
Norwegen-Import: Das zweite Studiowerk der 11-köpfigen Progformation aus Norwegen.

Die Sängerin Melina Oz wurde nach dem Erstwerk von 2015 durch Veronika Horven Jansen ersetzt und die neu hinzugekommene Saxophonistin Charlotte Valstad Nielsen macht das Ensemble namens Gentle Knife elfköpfig.

Nach dem getragen-klassischen Intro für Piano und Trompete („Prelude: Incipit“) überzeugt das Titelstück als modern wirkender Progrock mit Biss. Dieser Eindruck ist nicht zuletzt den repetitiven Gitarrenfiguren (in guter Crimson-Tradition) und den energetischen Synthesizer-Solos zuzuschreiben. Die leicht dissonante Gesangsmelodie und die launischen Sax-Solos sind bestimmend für den leicht schrägen Anstrich des mehrteiligen "The Clock Unwound".

Bei der Gelegenheit darf festgestellt werden, dass die neue Sängerin Jensen über eine viel tiefere Stimme verfügt als ihre Vorgängerin. Die gesanglichen Pflichten teilt sie sich wie ihre ausgeschiedene Kollegin aber immer noch mit einem Sänger. In diesem Fall wahrscheinlich mit Hakon Kavli. Im getragenen zweiten Teil des Titelstückes könnten die Stimmungen an die ersten zwei Alben von King Crimson erinnern. Die stimmungsvollen Sax-Solos verstärken noch diesen Eindruck. Der apokalyptische Ausgang des Titel-Longtracks wird alle Freunde des Crimson-Prog glücklich machen. Meisterhaft, diese Titelnummer!

Die akustischen Gitarren, Flöte und Mellotron bilden zusammen mit dem weiblich-männlichen Gesangsduo den balladesken ersten Teil von „Fade Away“. Die balladesken Teile wechseln sich in dem Stück mit den Riff-orientierten aggressiven Einfällen ab. Das klingt in etwa so, als würde man „I Talk to the Wind“ und „Pictures of the City“ zu einer Komposition zusammensetzen. (Mit diesem überaus gelungenen Vergleich sollten auch geschickt die Ähnlichkeiten zu King Crimson angedeutet werden).

„Smother“ beweist, dass Gentle Knife ihren progressiven Rock auch ohne die hörbaren King Crimson-Einflüsse kreieren können. Der bereits erwähnte Duo-Gesang, die um die Wette jubilierenden Flöte und Synthesizer und die melodischen Akkorde beisteuernden Saxophone erschaffen zusammen mit der Hammondorgel und der solide begleitenden Rhythmussektion ein enorm abwechslungsreiches Stück, das mehrmals fließend zwischen Jazz und Rock wechselt. Im Jazz-Modus gibt es dann auch noch Trompetensolos oben drauf.

„Plans Askew“ kommt ohne Jazz aus und präsentiert stattdessen eindrucksvoll die Vorteile einer umfangreichen Ensemble-Besetzung, die jederzeit mittels Gitarren, Saxophone, Flöten und Tasteninstrumente polyphon-melodische Arrangements hervorzaubern kann. Wer Formationen wie Seven Impale mag, wird vermutlich auch das hier mögen.

In „Resignation“ rezitiert eine männliche Stimme einen Text, in dem es scheinbar um die Sinnlosigkeit jeglicher Kriegsführung geht. Als Begleitung dient im ersten Teil des Stückes ein swingender Rhythmus und die sehr eindringlich von den diversen Blasinstrumenten vorgetragenen mehrstimmigen Melodien. Im Mittelteil erklingt ein simpler treibender Schlagzeugrhythmus, zu dem wiederum die Gitarren, Saxophone und die Kirchenorgel ein dichtes Melodiengeflecht spinnen.

„Clock Unwound“ halte ich für eine ausgezeichnete Scheibe und eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Erstlingswerk!
Siggy Zielinski/BBS - 12/15 Punkten


Tracklist:
1. Prelude: Incipit
2. The Clock Unwound
3. Fade Away
4. Smother
5. Plans Askew
6. Resignation

Format: CD | BestellNr.:24082 | Preis: € 16,99  



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