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SCALE THE SUMMIT: IN A WORLD OF FEAR 


VÖ: 09.06.2017
Für Fans von: ANIMALS AS LEADERS, PLINI, STEVE VAI, DREAM THEATER

Die Band SCALE THE SUMMIT in Hollywood wurde 2004 gegründet und von der Guitar World als Essential Prog" bezeichnet. Ihr erstes Album "Monument" wurde 2007 veröffentlicht, 2009 folgte "Carving Desert Canyons" auf Prosthetic, das der Band eine Supporttour mit DREAM THEATER einbrachte. Das Release von "The Collective" 2011 wurde von umfangreichen Touren begleitet. Mit "The Migration" (2013) stiegen sie erstmals in die Billboard Top 200 ein. Nun werden SCALE THE SUMMIT ihr sechstes Studioalbum veröffentlichen: "In A World Of Fear". Chris Letchford, Songwriter der Band, hat sich mit dem großartigen Charlie Engen an den Drums und Kilian Duarte am Bass zusammengetan, um das am meisten erwartete Album des Instrumental Metal seit Jahren zu erschaffen.

Mit den Gästen NICK JOHNSTON, John Browne (MONUMENTS), ANGEL VIVALDI, JEFF LOOMIS, JAMES IYANI, Scott Carstairs (FALLUJAH), PER NILSSON, YVETTE YOUNG und NATHAN NAVARRO.


Hei, das war ja was. Im August 2016 gab Travis LeVrier bekannt, dass er Scale the Summit in Richtung ENTHEOS verlassen werde, im Oktober gingen dann Mark Michell und J.C. Bryant. Damit war Chris Letchford mit Scale the Summit ganz allein. Das Ganze lief erst einmal weitgehend still ab, dann wurde aber bekannt, dass es um Knallhartes ging, um Geld nämlich. Letchford meldete sich zu Wort, vollkommen unnötig, was Michell und Bryant dazu bewegte, ja zwang, eine Gegendarstellung zu veröffentlichen. Sie hatten wohl im Sommer vorgeschlagen, als Angestellte Letchfords zu fungieren, da er ohnehin alle Stücke schreibt, und die Band weitgehend eigenständig betreibt. Dennoch sahen sich die drei anderen finanziell unterrepräsentiert, da von den Einnahmen regelmäßig nichts übrigblieb, jedenfalls nicht so viel, dass alle vier sich den gleichen Lebensstil leisten konnten. Deshalb wollten Michell und Bryant ein fixes Gehalt bekommen. Letchford lehnte das ab.

Die Fans schwenkten, je nach Wissensumfang, zunächst auf Letchfords Linie ein, dann, als sich LeVrier zu Wort meldete, eher auf die Michells und Bryants. Was wieder einmal zeigt, dass man ein Urteil erst dann fällen sollte, wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen, und ansonsten Zurückhaltung angesagt ist. Naja. Ist zur Zeit wohl unpopulär.

Letchford soll im Verlauf der Streitigkeiten gesagt haben, dass er sicher leicht jemand fände, der die Arbeit der anderen für Umme zu machen bereit sei. Jedenfalls wurden recht schnell Charlie Engen und Kilian Duarte als neue Bandmitglieder bekanntgegeben, die Band verzog sich ins Studio, und ein halbes Jahr später wurde "In a World Of Fear" veröffentlicht – das erste Album seit "Monument", das nicht bei Prosthetic erschien, und das erste, auf dem Gastmusiker zu hören sind. Tja.

Unter den Gästen sind einige interessante Figuren, Yvette Young von Covet zum Beispiel, Jeff Loomis vom Nevermore und Arch Enemy, Angel Vivaldi und Per Nilsson von Scar Symmetry, der gleichzeitig Gitarrist bei Kaipa und bei Meshuggah ist. Sowas gibt's. Jetzt fangen bestimmt alle Kaipa-Fans an, Meshuggah zu hören…

Trotzdem – oder irgendwie auch deswegen -: Gute Zeiten für Hörer von so Musik. Ob man's jetzt hart mag, wie bei Periphery, oder technisch, wie bei Animals as Leaders, oder sanft und zugänglich, wie bei Polyphia, diese Art Musik verschwindet offenbar nicht wieder so leicht. Und dann die Legionen von Bands auf Youtube, Bandcamp und Konsorten, wo es so viele unbekannte Perlen zu entdecken gibt. SikTh haben ein geiles neues Album raus. Also jetzt wieder Scale the Summit.

Geil ist's 'wor'n! " In A World Of Fear" holt den Fän dort ab, wo er von "V" abgesetzt worden war: Rhythmisch komplexer Tech-Djent vom Allerfeinsten. Nur ist die Band nach dem ganzen Hin und Her halt irgendwie nicht mehr so sympathisch. Naja. Also das Album: Das fängt mit "Mass" und "Astral Kids" erstmal gar nicht so berauschend an. Gute Musik, ja, aber richtig zur Sache geht es erst mit der Staccato-Orgie "Royal Orphan". Und mit "Cosmic Crown" geht es auf hohem Niveau weiter. Ab diesem Zeitpunkt hält "In a World Of Fear" sein Level, und uns werden die Djent-Perlen nur so hingeworfen. Erwartbar, ja, selbst nach den Line-up-Turbulenzen, aber wieder ein klasse Album aus dem Hause Letchford. Empfehlung!
Nik Brückner/BBS - 12/15 Punkten

Format: CD | BestellNr.:24116 | Preis: € 15,99  



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